Was ist MKA?



Die MKA ist ein von Prof. Schwindt und Studierenden an der FH-Hildesheim entwickeltes neues therapeutisches Verfahren. Es verbindet die Elemente der Meditation, kreativen Gestaltung und Beobachtung des Atems auf eine neue Art und Weise.


Bei der MKA geht es darum, dass die Teilnehmer

  • wieder direkten Zugang zu ihrer körperlichen, geistigen und seelischen Befindlichkeit erhalten
  • ihre Autonomie fördern und ausleben
  • ihre eigene Mitte wieder entdecken und aus dieser heraus ihr Leben gestalten
  • ihr Selbst weiter entwickeln.


Die MKA ist ein übendes Verfahren. Die Teilnehmer erhalten zunächst Anleitung in die Übungen bzw. Phasen der MKA.
Letztendlich soll der einzelne schließlich in die Lage versetzt werden, sich zu Hause selbst anzuleiten und selbstständig weiter zu üben.
Eine Einheit dauert ca. eineinhalb bis zwei Stunden. Um eine gestaltete Mitte gruppieren sich die Teilnehmer sternförmig.
Zur Unterstützung des frei fließenden Atems sitzen die Teilnehmer auf Meditationsbänkchen oder Stühle, die für sie je nach Gesundheitszustand geeignet sind.



Beschreibung der einzelnen Phasen

Während einer MKA-Einheit kehren bestimmte Phasen immer wieder, auch wenn sie inhaltlich verändert werden können:


1. UMSTELLUNGSPHASE

Ziel ist es, dass die Teilnehmer ihren Alltag, ihre Sorgen hinter sich lassen, von ihrem Alltagsbewusstsein übergleiten und bei sich selbst ankommen. Dies geschieht z.B. durch Körper-, Atem-, Aufmerksamkeitsübungen.
Dabei sind die Übungen immer als Angebote zu verstehen und der einzelne hat die Wahl, die Übung auszuprobieren und mitzumachen oder nicht. So vermag der Teilnehmer wieder ein Gespür für sich, seine Befindlichkeit und seine Bedürfnisse entwickeln. Weiter stärkt es seine persönliche Autonomie.



2. BEWEGUNG AUS DER ATEMENERGIE:

Der Beginn ist unterschiedlich: Die Teilnehmer bleiben stehen oder sitzen auf den Meditationsbänkchen. Sie werden zum Aufrichten der Wirbelsäule angeleitet, damit der Atem frei fließen kann. Der Übungsleiter lenkt die Aufmerksamkeit der Teilnehmer auf ihren Atem. Sie konzentrieren sich auf ihn, beobachten ihn, ohne ihn zu verändern.
Im weiteren Verlauf bieten wir anfangs an, bestimmte Atemformen aus der MKA auszuprobieren. Aber auch dies ist nur ein Angebot. Der Teilnehmer darf jederzeit seine eigene Form erspüren und dieser mit beiden Händen mittels fließender Bewegungen Ausdruck verleihen.
Diese Atemform wird abschließend zur 2. Phase mittels Wachsmalstiften mit beiden Händen zu Papier gebracht. Die Stifte in den Händen symbolisieren dabei die Nervenbahnen der rechten und linken Gehirnhälfte. Innerlich bleiben alle noch einige Augenblicke lang bei der eigenen Atemform und lassen diese vor ihrem inneren Auge vorbeiziehen.



3. PHASE DER IMAGINATION UND LIEGEPHASE

Die Teilnehmer legen sich bequem auf die Matten bzw. Decken oder bleiben auf den Meditationsbänkchen sitzen. Damit sie leichter in die Entspannung hineingleiten, kann man die Aufmerksamkeit noch einmal auf die einzelnen Körperteile lenken. Mit Hilfe von ausgewählten angeleiteten Meditationen werden die Teilnehmer in die Tiefenentspannung geführt.
Anschließend folgt eine Phase der Stille, die im Laufe der Zeit ausgedehnt wird. In dieser Phase soll der eigenen Seele Raum gegeben werden, sich frei entfalten zu dürfen. Dabei können innere Bilder, Lösungsansätze, Fragen, Wünsche zu eigenen Probleme entstehen bzw. das Selbst sich weiterentwickeln.



4. MEDITATION IN DER BEWEGUNG

Sie ähnelt der zweiten Phase. Ziel ist, die Konzentration auf das Meditationsobjekt (den Atem) ein wenig länger zu halten, die Übereinstimmung zwischen Atem und Atembewegung wahrzunehmen, zuzulassen. Das eigene Selbst darf sich ausdrücken.
Es geht um das "Es-Geschehen und Zuzulassen" als Befreiung von Zwängen und Anforderungen. Am Ende dieser Phase wird die gefundene Atemform auf die Rückseite des Aquarellbogens abgebildet.



5. PHASE DER KREATIVEN GESTALTUNG

Der Aquarellbogen wird mit Wasser durchtränkt, um anschließend mit einem dicken Pinsel den Farbverlauf und die Farbintensität zu erleben und der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen.
Die Skizzierung der Atemform kann hierbei als Grundlage dienen.
Das Malen ist nicht auf Gegenständlichkeit hin ausgerichtet. Es findet keine Deutung statt. Es geht viel mehr um die Erfahrung, an einer fließenden Farb- bzw. Malübung begleitend teilzunehmen, ohne das spätere Ergebnis schon vorherbestimmt zu haben.
Es geht um das Aushalten der Spannung, nicht schon alles vorher zu wissen und zu bestimmen, die Geduld mit sich selbst, die Bereitschaft, neue Möglichkeiten erst im Malprozess zu entdecken und aufzugreifen. Somit kann das Vertrauen auf den Selbstausdruck der eigenen Persönlichkeit neu entdeckt werden.
Im Alltag erfolgt eine Umsetzung zu größerer Gelassenheit und Flexibilität in den Reaktionen, die vor allzu großen Enttäuschungen und falschen Erwartungen bewahrt. Es ist somit möglich, den Prozess des Lebens nicht festlegen und festhalten zu wollen, sondern teilzunehmen an der Veränderung und Wandlung.



6. ABSCHLUSSGESPRÄCH

Im Abschlussgespräch haben die Teilnehmer die Möglichkeit über ihre Erfahrungen und ihr Befinden zu sprechen. Vielleicht spricht eine Frage oder ein Wunsch aus dem Bild. Es bleibt Ausdruck der Persönlichkeit und wird nicht mit anderen verglichen.


Das persönlich gestaltete Bild (50 x 70 cm) ist eine Kostbarkeit und darf nach Hause mitgenommen werden.




Zielgruppe und Gruppengröße

Kinder und Erwachsene, die Interesse an der aktiven Gesundheitsförderung haben.
MKA stärkt das Selbstbild und somit den Selbstwert, fördert Stressabbau, stärkt das innere Gleichgewicht.
Die Methode ist für maximal 10 Personen angelegt. Die optimale Settinggröße liegt bei 5-6 Personen. Zeit: 90 Minuten


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